Die Geostation befindet sich auf einer Freifläche vor einer die ehemalige Fundstelle beherbergenden Sandsteinwand im früheren Steinbruch, der heute als bedeutender Ort der Erdgeschichte gilt. Sie besteht aus einer Informationstafel mit einem Trägerelement in geoparktypischer Ausführung, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt und Besucherinnen und Besuchern einen ersten Überblick über die geologische Besonderheit vermittelt. Die Umsetzung dieser Geostation wurde durch das Förderprogramm „Regionalbudget“ ermöglicht, das solche regionalen Projekte unterstützt und damit zur Sichtbarmachung wertvoller geologischer Spuren beiträgt.
Im Rahmen von Naturparkführungen kann dieser Ort nun auf anschauliche Weise Erdgeschichte vermitteln. Wer würde schon ahnen, dass sich an der Stelle des heutigen Steinbruchs einst das Germanische Becken befand, das über lange Zeiträume hinweg den Abtragungsschutt der umliegenden Hochgebiete aufnahm. All dies geschah vor rund 246 Millionen Jahren, in einer Epoche, die durch tiefgreifende klimatische und landschaftliche Veränderungen geprägt war. Aufgrund der damaligen Lage in deutlich extremerer Äquatornähe als heute herrschte ein trocken-heißes, wüstenähnliches Klima, das nur gelegentlich von heftigen Niederschlägen unterbrochen wurde. Durch diese seltenen, aber intensiven Regenereignisse entstanden Flüsse und Seen, an deren Rändern sich eine ganz eigene Lebewelt entwickelte.
Unter besonders glücklichen Umständen konnten deren Spuren in Gesteinsabdrücken erhalten bleiben – so wie in Heimarshausen, wo ein solcher Abdruck sogar einem Plattenlurch ein Gesicht verleiht und damit einen faszinierenden Blick in eine längst vergangene Welt ermöglicht.
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Geostation Panzerlurche Naumburg-Heimarshausen
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