Rundwanderweg Hammelbach H10

  • 15,72 km lang
  • Rundweg
  • Tour
  • Themenweg
  • Spazierweg
  • 5:00 h
  • 15,72 km
  • 456 m
  • 456 m
  • 376 m
  • 533 m
  • 157 m
Die Stille entdecken – und gleichzeitig Klänge erleben.

Der Hammelbacher Rundwanderweg H10 besteht aus zwei Teilen: der Nordschleife (ca. 8 km) mit 11 Klangstationen und der Südschleife (ca. 7 km) mit aktuelll 2 Klangstationen in den Litzelbacher Steinbrüchen. 

Er führt damit über 15 km durch abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Panoramablicken entlang der Wegscheide zwischen Neckar und Rhein. Bei der Wanderung durch Grasellenbach-Hammelbach ist eine kurze Besichtigung der gotischen Kapellenruine aus dem 14. Jahrhundert lohnenswert. Gegenüber der Ruine befinden sich die Reste eines früheren Zentgefängnisses. Beim Verlassen des Ortes führt der Klangwanderweg an der Weschnitzquelle vorbei, die dem Weschnitztal ihren Namen gab. Die Quelle wurde als "Wisgoz" bereits im Jahr 795 im Lorscher Kodex erwähnt. Von der folgenden Anhöhe (470 m) eröffnet sich ein schöner Ausblick zurück auf Grasellenbach-Hammelbach und nach Nordwesten in das Weschnitztal und auf Lindenfels. Beeindruckend ist das im Wald gelegene Naturdenkmal "Eselstein", eine gewaltige Granitformation. Bald folgt das "Brandschneiderkreuz", in dessen direkter Nähe am Fahrenbacher Kopf (529 m) einer Sage nach sich in der Walpurgisnacht Hexen zum Tanz getroffen haben sollen. Der stille Charakter der Landschaft unterscheidet sich deutlich von dem der Tromm, dem höchstgelegenen Teil des Überwaldes.

Wegbeschreibung:
Von der Startstation mit den zwei Klangspielen, die von Kinders der Gemeinde in den Ferienspielen gebaut wurde,in der Ortsmitte gehen Sie zunächst dem Hinweisschild folgend auf der Weschnitzer Straße in nordöstlicher Richtung und biegen nach ca. 170 m links in den Klangwanderweg ein. Nach weiteren 240 m biegen Sie rechts auf einen Feldweg ein, der Sie zur Weschnitzquelle führt. Nehmen Sie sich die Zeit und stimmen Sie sich am Teich auf diese besinnliche Runde ein. 

Von hier führt die Markierung H10* bzw. das Blaue Ohr auf weißem Grund über die Wiese bergan und biegt rechts in den leicht beschotterten Feldweg. 

Nach etwa 100 m lädt eine Bank zum Verweilen unter den Hammelbäscher Kerschglocken (Hammelbache Kir(s)chenglocken) ein. 

Danach gehen Sie weiter auf dem Höhenweg. Nach kurzer Zeit sehen (und bei geeignetem Hin hören) Sie schon die große Lion - Windharfe. Nutzen Sie auch hier die Gelegenheit, setzen Sie sich auf die Bank, um dem Wind zu lauschen, wie er die schönsten Klänge aus der Harfe hervorholt. 

Im weiteren Verlauf nach Norden folgen rechter Hand vier Klangwindspiele zwischen den Vogelschutzhecken, die auch während der Ferienspiele der Gemeinde entstanden. Auch hier lohnt es sich, innezuhalten und beim weiten Blick über die offene Landschaft auf neue Töne zu horchen. *Auf vielen Wanderkarten wird der Weg noch als H5 bezeichnet 

Nach einer kleinen Feldmulde tauchen Sie am Eselsstein in den Wald ein. Bevor der Weg links abbiegt, haben Sie die Möglichkeit, selbst musikalisch aktiv zu werden: Der Achtklang, der auf einem Moll-Akkord aufbauende Klang von acht Alu-Röhren unterschiedlicher Größe sensibilisiert Ihre Sinne in der Ruhe des Waldes. 

Kurz darauf ertönt links - wenn Sie sie läuten - die große Überwald-Glocke mitten im Wald. Bemooste Felsengebilde wecken Ihre Fantasie. Buchen begleiten Ihren kurvenreichen Weg den Berg hinab. 

In einer der Kurven steht links vom Weg das Wald-Marimba. Ein Instrument mit großen Eichen-Klangstäben, deren Töne von Resonanzröhren verstärkt werden 

Nach ca. 250 m biegt der Klangwanderweg scharf links ab und geht nun wieder ein Stück bergauf. 

Sobald Sie das Ende des Waldes erblicken, achten Sie auf die kleine Lichtung auf der linken Seite. Hier lädt nicht nur ein Rastplatz zum Picknick ein, hier steht auch das Holzarten-Xylophon. Nehmen Sie den Klöppel in die Hand und machen Sie die Unterschiede einheimischer Hölzer hörbar!

Nach diesem Erlebnis wandern Sie über Pferdekoppeln zum in der Talmulde liegenden Aussiedlerhof Alt-Lechtern hinunter. Sie gehen um das Gehöft herum, um auf der anderen Seite wieder links den Berg hinaufzugelangen. Am Waldrand macht der Weg eine scharfe Rechtskehre. Genießen Sie noch ein kleines Stück den Au-blick auf Alt-Lechtern, um dann in weiteren Kurven durch den Wald den Summstein zu erreichen. 

Danach geht es weiter zur „Schanze“. Über offenes Grün wandern Sie weiter bergan und genießen die Ruhe. An der Weg-gabelung schauen Sie noch einmal zurück. Sie haben den höchsten Punkt erreicht und blicken weit über die abwechslungsreiche Landschaft. Auch Ihren Ohren dürfen Sie trauen: über Ihnen im Baum hängt die Windleier. Lassen Sie sich ein letztes Mal von diesen optischen und akustischen Reizen verzaubern, bevor Sie wieder zu Ihrem Ausgangspunkt in Hammelbach hinuntergehen

Markierungszeichen: blaues Ohr / H10

Gut zu wissen

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Toureigenschaften

  • Rundweg

Anreise & Parken

Anfahrt

Anfahrt mit dem PKW

Auf der B460 aus Richtung Fürth oder Mossautal kommend biegt man in Weschnitz in Richtung Grasellenbach-Hammelbach auf die L3346 ab. Das Rathaus mit dem Parkplatz liegt an der Landstraße in der Ortsmitte. Parken: Parkplatz vor dem Rathaus im Ortsteil Hammelbach (Grasellenbach-Hammelbach, Schulstraße 1)

Öffentliche Verkehrsmittel

Auskünfte erteilt die Mobilitätszentrale im Bahnhof Michelstadt (MOBIZ): http://www.odenwaldmobil.de, Tel. 06061/97 99 88

Autor:in

Hessischer Heilbäderverband e.V.
Wilhelmstraße 18
65185 Wiesbaden

Organisation

Hessischer Heilbäderverband e.V.